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Auf Anfrage des Sonntags-Blick bezüglich Aussagen des neu gewählten Churer Bischofs Vitus Huonder nimmt der Verbandsvorstand des SKF folgendermassen Stellung:
Schweizerischer Katholischer Frauenbund SKF
Seit seiner Wahl spricht sich Bischof Huonder explizit gegen Laienpredigt aus, auch bezeichnet er Homosexualität als Abweichung vom Gesetz Gottes, den Frauen rät er, sie sollen sich nicht aufs Priestertum fokussieren, sondern andere Aufgaben in der Kirche wahrnehmen. Diesen Aussagen steht der Schweizerische Katholische Frauenbund SKF sehr kritisch gegenüber, da sie immer auch Auswirkungen auf die Gleichstellung der Frauen in der Kirche haben.
Erstens: Die Amtskirche sagt, dass „jede Form einer Diskriminierung in den gesellschaftlichen und kulturellen Grundrechten der Person, sei es wegen des Geschlechts oder der Rasse, der Farbe, der gesellschaftlichen Stellung, der Sprache oder der Religion, muss überwunden und beseitigt werden.“ Dann widersprechen der Ausschluss von Frauen und Homosexuellen von Weiheämtern, der Zwang zum Pflichtzölibat sowie das Predigtverbot für Laien einer theologischen Ungerechtigkeit. Diese ist erst behoben, wenn die kirchlichen Leitungspersonen an ihrer persönlichen, fachlichen, spirituellen und sozialen Kompetenz gemessen werden. Wir alle sind auf Jesus Christus getauft, zum gemeinsamen Priestertum berufen und beauftragt die Heilsbotschaft zu verkünden.
Zweitens: In einer demokratisch geprägten Gemeinschaft müssen ihre Grundrechte durchsetzbar sein, so auch das Wahldekret des Bistums Chur. Das Verfahren ist in Zukunft offen, transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Der Dreiervorschlag darf nur für die Ortskirche geeignete Kandidaten enthalten.
16. Juli 2007
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